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Willkür

Mehr Artikel zu diesem Tag

Bundesregierung nicht "völlig frei", aber doch ungebunden
BVerfG kippt Aufnahmestopp für Afghanen

Bundesregierung nicht "völlig frei", aber doch ungebunden

Die Bundesregierung durfte gemachte Aufnahmezusagen für afghanische Flüchtlinge nicht pauschal aufheben, sagt das BVerfG. Die Betroffenen hätten Anspruch auf eine individuelle Entscheidung. Viel Hoffnungen sollten sie sich aber wohl nicht machen.

Afghanin mit Verfassungsbeschwerde erfolgreich
BVerfG kippt Stopp des Aufnahmeprogramms

Afghanin mit Verfassungsbeschwerde erfolgreich

Deutschland durfte die Aufnahmeprogramme für Afghanen laut dem BVerfG nicht pauschal einstellen. Die individuellen Belange der betroffenen Ausländer, die schon eine Zusage erhalten hatten, müssten einzeln geprüft und bewertet werden.

Privatschule darf 17-Jährige wegen Fehlzeiten ablehnen
Privatautonomie

Privatschule darf 17-Jährige wegen Fehlzeiten ablehnen

Eine 17-Jährige fehlt häufig unentschuldigt, ihre Eltern lassen die Anmeldefrist für die 12. Klasse verstreichen. Trotzdem will sie ihren Abschluss an der Privatschule machen. Doch das OLG Frankfurt a.M. lehnt ihren Eilantrag auf Aufnahme in die Abschlussklasse ab.

Willkürlich statt aussichtslos

Willkürlich statt aussichtslos

Vor dem EuGH plädierte der Generalanwalt in einem Vorlageverfahren für die Auslegung von Zulassungsvorschriften für Kraftfahrzeuge als Schutzgesetze zugunsten von Erwerbern. Der BGH veröffentlichte eine Presseerklärung, wonach – sollte der EuGH dieser Rechtsauffassung folgen – die Entscheidung Auswirkungen auf anhängige Revisionsverfahren haben werde.

Recht im Zeitalter des Bauernkriegs

Recht im Zeitalter des Bauernkriegs

Der Deutsche Bauernkrieg gilt als eine der größten sozialen Erhebungen im 16. Jahrhundert. Dieses Jahr jährt er sich zum 500. Mal. Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen erinnern an die Ereignisse, die sich vor allem gegen soziale und wirtschaftliche Missstände wendeten. Dass sie auch rechtlich überaus interessant sind, weiß der Frankfurter Rechtshistoriker Prof. Dr. David von Mayenburg, der seit Langem zu juristischen Implikationen dieses Aufstands forscht; im September sind seine „Rechtsgeschichten des Bauernkriegs“ erschienen. Wir haben nachgefragt.

Jurastudent muss nicht zahlen
Beschwerde als Beistand

Jurastudent muss nicht zahlen

Wer als Verletztenbeistand "namens und in Vollmacht" des Geschädigten Beschwerde einlegt, meint das auch so. Das BVerfG sah da keinen Auslegungsspielraum und kassierte die Kostenentscheidung gegen einen Jurastudenten, der seinen Verwandten in einem Strafverfahren half.

Berliner Mohrenstraße darf doch (noch) nicht umbenannt werden
Kurz vor dem Festakt

Berliner Mohrenstraße darf doch (noch) nicht umbenannt werden

Am kommenden Samstag, dem Internationalen Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung, sollte die Berliner Mohrenstraße feierlich in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt werden. Diesen Plan sprengte das VG Berlin.

"Dieselsenat" des BGH ist ordnungsgemäß besetzt

"Dieselsenat" des BGH ist ordnungsgemäß besetzt

Ihre Dieselklage war vor dem OLG erfolglos und der BGH ließ die Revision nicht zu. Die Kläger konterten mit einer Nichtigkeitsklage: Der entscheidende "Dieselsenat", ein Hilfssenat des BGH, sei nicht ordnungsgemäß besetzt gewesen. Weiter half ihnen das nicht.

Russische Bank hätte sich früher um Ausnahme kümmern müssen
Gerichtskostenvorschuss

Russische Bank hätte sich früher um Ausnahme kümmern müssen

Eine russische Bank unterstellt deutschen Gerichten Willkür, weil sie die Zustellung einer Klage der Bank von der Zahlung des Gerichtskostenvorschusses abhängig gemacht haben, anstatt hiervon ausnahmsweise abzusehen. Die Verfassungsbeschwerde bleibt erfolglos.

Anwohnende müssen Umbenennung hinnehmen
Berliner Mohrenstraße

Anwohnende müssen Umbenennung hinnehmen

Die Mohrenstraße in Berlin-Mitte darf umbenannt werden. Das OVG Berlin-Brandenburg hat eine entsprechende Entscheidung des VG Berlin bestätigt, die damit rechtskräftig ist.