Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

sonst. besonderes Verwaltungsrecht

Brauchtum lässt sich nicht buchen
Pfälzer Planwagen-Tour braucht Genehmigung

Brauchtum lässt sich nicht buchen

Traktor, Anhänger, Wein und Pfälzer Spezialitäten für 39 Euro pro Person – ein Winzer aus Landau bot regelmäßig Planwagen-Touren durch die Weinberge an. Ohne Konzession, denn das sei Brauchtum. Das VG Neustadt sieht das anders.

Hübsch, trotzdem verboten
Blumenkübel auf dem Gehweg

Hübsch, trotzdem verboten

20 Jahre lang standen die Blumenkübel einer Mülheimerin auf dem Gehweg, jetzt müssen sie weg. Wer öffentlichen Raum verschönern will, braucht dafür mehr als nur gute Absichten, bestätigt das OVG Münster.

Wie die AfD die Verwaltung auf Linie bringen könnte
Öffentlicher Dienst

Wie die AfD die Verwaltung auf Linie bringen könnte

Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt geht in der Verwaltung die Angst um: Was, wenn die AfD das Ruder übernimmt? Joachim Wieland erklärt, was eine AfD-Regierung tun könnte und wo die Verfassung Grenzen zieht.

Das Zeugnis des Gerichts fällt vernichtend aus
Schließung Waldorfschule Dachsberg

Das Zeugnis des Gerichts fällt vernichtend aus

Das VG Freiburg hat die Schließung der Waldorfschule Dachsberg im Eilverfahren bestätigt. Der Trägerverein sei unzuverlässig – von gefälschten Zeugnissen bis zum Transport eines Schülers im Kofferraum reiche die Liste der Verfehlungen.

Darf der BND bald deutsche Anwälte ausspähen?
Nachrichtendienstreform

Darf der BND bald deutsche Anwälte ausspähen?

Die Bundesregierung will die deutschen Nachrichtendienste mit neuen Befugnissen ausstatten, um sie an die Sicherheitsfragen der Gegenwart anzupassen. Doch das Ganze hat eine gefährliche Hintertür, schreibt Jens Ferner.

Schmerzen im Fuß sind noch kein Dienstunfall
Soldat klagt nach 12-km-Marsch

Schmerzen im Fuß sind noch kein Dienstunfall

Nach einem 12 Kilometer langen Ausbildungsmarsch mit 15 Kilogramm Gepäck klagte ein Bundeswehrbediensteter über Schmerzen im rechten Fuß. Einen Dienstunfall erkannte das VG Aachen darin jedoch nicht.

Robin Hood
Glosse

Robin Hood

Lehrerinnen und Lehrer sollten ihren Schülern ein echtes Vorbild sein. Das gilt in besonderem Maße für die Schulleitung. In den allermeisten Fällen werden sie diesem Anspruch auch mit Bravour gerecht – und um die wenigen „schwarzen Schafe“ der Branche kümmert sich die Justiz.

"Vertraue niemandem" ist keine gute Botschaft für einen Polizisten
"Trust no one"-Tattoo bei Bewerber

"Vertraue niemandem" ist keine gute Botschaft für einen Polizisten

Ein Polizeibewerber trug die Botschaft "Vertraue niemandem" auf seinem Arm. Für die Behörden ein Widerspruch und für die Gerichte ein nachvollziehbarer Grund, an seiner Eignung zu zweifeln. Auch die Überdeckung des Motivs half dem Mann nicht weiter.

JVA darf geschmuggeltes Handy vernichten
Sicherheitsrisiko im Strafvollzug

JVA darf geschmuggeltes Handy vernichten

Bei einem Strafgefangenen wird ein Mobiltelefon entdeckt, das er nicht hätte haben dürfen. Die JVA nimmt es ihm ab und kündigt die Vernichtung an. Das ist rechtens, weil der Inhaftierte Daten des Geräts nicht auslesen lassen wollte.

Ungetauft an die katholische Grundschule
Schulbesuch in Nordrhein-Westfalen

Ungetauft an die katholische Grundschule

Wohnungsnähe sticht Konfession: Eine katholische Grundschule in Nordrhein-Westfalen kann laut OVG Münster zur Aufnahme einer konfessionslosen Schülerin verpflichtet sein – auch, wenn sie deswegen Schüler mit katholischer Konfession ablehnen muss.

Ein piepender Rauchmelder ist noch keine Brandmeldeanlage
Feuerwehrkosten bei Fehlalarm

Ein piepender Rauchmelder ist noch keine Brandmeldeanlage

Ein Rauchmelder piept, die Feuerwehr rückt an – und am Ende soll die Eigentümerin rund 2.500 Euro zahlen. Nicht mit dem OVG Bautzen: Für den Ersatz der Feuerwehrkosten bei Fehlalarmen von Heimrauchmeldern fehle in Sachsen die gesetzliche Grundlage.

Zweitkorrektur: Einmal offen, immer offen
Erstes Staatsexamen

Zweitkorrektur: Einmal offen, immer offen

Zweitgutachter dürfen das Erstgutachten auch im Überdenkensverfahren kennen und sich diesem vollständig anschließen. Das entschied das VG Düsseldorf im Fall einer Jurastudentin, die sich gegen die Bewertung ihrer Klausuren im ersten Staatsexamen wandte.

Mit dem Taxi zur Förderschule
Hilfe auf dem Schulweg

Mit dem Taxi zur Förderschule

Kurz vor Schulbeginn standen drei Heimkinder beim Schulweg ohne ausreichende Unterstützung da. Das VG Gelsenkirchen verpflichtete die Stadt im Eilverfahren, vorläufig den Transport zur Schule per Taxi zu bezahlen.

BRAK fordert mehr als höhere Tagessätze
Reform der Haftentschädigung

BRAK fordert mehr als höhere Tagessätze

Wer zu Unrecht inhaftiert war, soll leichter und mehr Geld bekommen. So weit, so gut, meint die BRAK. Doch warum sollen Betroffene anderer rechtswidriger Ermittlungsmaßnahmen weiter außen vor bleiben?

Dienststellenleitung muss Zuständigkeit selbst prüfen
Personalrat oder Richterrat?

Dienststellenleitung muss Zuständigkeit selbst prüfen

Die Dienststellenleitung des BGH muss bei mitbestimmungspflichtigen Angelegenheiten selbst prüfen, welches Personalvertretungsgremium – Personalrat oder Richterrat – zuständig ist. Sie darf die Entscheidung nicht auf auf die Gremien abwälzen.

Keine Baumhausprivilegien für Journalisten
Protest im Dannenröder Forst

Keine Baumhausprivilegien für Journalisten

Bei der Bergung von Aktivisten aus den Baumhäusern im Dannenröder Forst mussten die Einsatzkräfte nicht vor einem Journalisten Halt machen. Zu gefährlich sei die Rodung laut dem VG Wiesbaden, um der Pressefreiheit hier einen Vorrang einzuräumen.

Kein Recht auf Protest
G20-Gipfel 2017 in Hamburg

Kein Recht auf Protest

Zahlreiche linke Organisationen riefen 2017 zu Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg auf. Zwei Kundgebungen wurden von der Stadt verboten - zu Recht, wie ein Gericht jetzt entschieden hat.

Dritter Vorname "Fatima" bleibt vorerst im Ausweis
Anspruch auf Namensänderung

Dritter Vorname "Fatima" bleibt vorerst im Ausweis

Wegen ihres dritten Vornamens schilderte eine Frau diskriminierende Erfahrungen. Das VG Hamburg konnte ihren Wunsch, den Namen zu streichen, nachvollziehen – im Eilverfahren scheiterte sie dennoch.

Rehabilitierung trotz Verrats an Stasi
BVerwG sieht keinen Ausschlussgrund

Rehabilitierung trotz Verrats an Stasi

Ein DDR-Bürger zeigte sich wegen seiner Fluchtpläne selbst an und nannte im Verhör zwei Mitwisser. Das BVerwG sieht darin keine die Rehabilitierung ausschließende Denunziation. Er habe eine unmittelbar drohende politische Verfolgung abwenden wollen.

Keine Asche für Erinnerungsdiamanten
Ausbettung in Bremen

Keine Asche für Erinnerungsdiamanten

20 Jahre nach der Beerdigung verlangte eine Angehörige die Asche ihrer Mutter heraus, um daraus einen "Erinnerungsdiamanten" fertigen zu lassen. Doch das OVG Bremen war nicht überzeugt, dass die Verstorbene wirklich ein Edelstein werden wollte.

Aufsicht scheitert an eigener Praxis
Online-Glücksspiel

Aufsicht scheitert an eigener Praxis

Die Glücksspielaufsicht verlangt strenge Nachweise für höhere Einzahlungslimits für Online-Glücksspiel, hält sich dann aber nicht an die eigenen Vorgaben. Genau dieser Widerspruch bringt ihre Sanktionen nun ins Wanken.

Polizei muss selbst für aufgebrochene Tür bezahlen
Dealer als Facebook-Freund

Polizei muss selbst für aufgebrochene Tür bezahlen

Nach einer Wohnungsdurchsuchung war unklar, wer die Kosten für die aufgebrochene Tür tragen musste. Da der betroffene Mieter nichts von den Drogengeschäften seines Untermieters wusste, nahm das VG Regensburg ihn aus der Verantwortung.

Sachsen verliert Streit um rechtsextremen Referendar
Verfassungsbeschwerde erfolglos

Sachsen verliert Streit um rechtsextremen Referendar

Weil Sachsen einen Bewerber mit rechtsextremem Hintergrund als Referendar aufnehmen musste, zog der Freistaat* sogar nach Karlsruhe. Doch auch dort gab es keinen Erfolg – auch weil das Land zwischendurch das Recht geändert hatte.

Kein Reservedienst für ausgetretenes NPD-Mitglied
Nicht ausreichend distanziert

Kein Reservedienst für ausgetretenes NPD-Mitglied

Obwohl er sich schon vor Jahren von rechtem Gedankengut losgesagt haben will, stellte die Bundeswehr ein Ex-NPD-Mitglied vom Reservedienst zurück. Er hätte sich nicht nur innerlich, sondern auch öffentlich distanzieren müssen, bestätigt das BVerwG.

Keine stationäre Psychotherapie, kein Ruhegehalt
Finanzbeamter im Ruhestand

Keine stationäre Psychotherapie, kein Ruhegehalt

Ein Finanzbeamter im krankheitsbedingten Ruhestand weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderungen, sich einer stationären Psychotherapie zu unterziehen. Das kostete ihn nun das Ruhegehalt.