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Unlauterer Wettbewerb

Amazon soll Werbeplätze künstlich verteuert haben
Klage in den USA

Amazon soll Werbeplätze künstlich verteuert haben

Amazon verdient Milliarden mit Werbung. Doch laut US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehreren Bundesstaaten geht es dabei nicht immer mit rechten Dingen zu. Sie verklagen den Internet-Riesen wegen des Vorwurfs künstlich verteuerter Werbeplätze.

Anwaltsfehde eskaliert über Kanzlei-Domain
OLG Köln sieht unlauteren Wettbewerb

Anwaltsfehde eskaliert über Kanzlei-Domain

Eine Fehde zwischen Anwälten gipfelte darin, dass eine Kanzlei die deutsche Variante* der Kanzleidomain der anderen Seite aufkaufte und darüber auf die eigene Kanzlei-Webseite weiterleiten ließ. Damit ging der Spaß aber zu weit, meint nun auch das OLG Köln.

Werbung für kostenlosen Schiffs-Shuttle war zulässig
"Freie Fahrt für Bonner Pendler"

Werbung für kostenlosen Schiffs-Shuttle war zulässig

Gratis über den Rhein statt im Stau stehen: Wegen der Sperrung der Bonner Nordbrücke bot eine Reederei einen kostenlosen Schiffs-Shuttle für Pendler an. Ein Konkurrent sah darin eine Irreführung und ging vor Gericht. Warum die Richter nicht mitzogen.

Zitate von Testimonials können auch für Ärzte irreführend sein
Werbung für Tierarzneimittel

Zitate von Testimonials können auch für Ärzte irreführend sein

Wer ein Tierarzneimittel mit Zitaten zufriedener Praxen bewirbt, muss laut OLG Hamburg damit rechnen, dass diese Aussagen verallgemeinert werden. Das sei dann irreführend, wenn es an wissenschaftlichen Belegen fehle.

Influencerin muss 36.000 Euro zahlen
Werbung unzureichend gekennzeichnet

Influencerin muss 36.000 Euro zahlen

Hanabi Diab erstellt für Instagram Videos über Mode, Lifestyle und Beauty. Dass zwischen Tipps auch bezahlte Werbebotschaften warten, ist branchenüblich. Nicht aber der Betrag, den Diab zahlen muss, weil sie Werbung nicht ausreichend gekennzeichnet hat.

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln
Focus-Testsiegel "TOP-Mediziner"

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln

Fach-Rankings sind seit jeher umstritten. Was, wenn man für die Werbung zahlen muss? Der BGH stellt nun strenge Anforderungen an die Focus-"Top-Mediziner"-Siegel. Die seien gesundheitsbezogen und eine geschäftliche Handlung. Was heißt das für "Top-Anwälte"?

Statt einer großen müssen auch zwei kleine Taschen erlaubt sein
Handgepäckregeln im Billigtarif

Statt einer großen müssen auch zwei kleine Taschen erlaubt sein

Eine Airline darf Passagiere im Billigtarif nicht grundsätzlich auf ein einziges kleines Handgepäckstück beschränken. Das OLG Hamm sieht darin eine unangemessene Benachteiligung und untersagt die Praxis.

OLG Köln billigt Kollegenschelte unter Anwälten
"Fragwürdige Streitwertmaximierung"

OLG Köln billigt Kollegenschelte unter Anwälten

Ein Rechtsanwalt warf einem Kollegen online vor, bei einer Abmahnung überhöhte Streitwerte anzusetzen. Die Beurteilung als "fragwürdig" – auch unter Nennung des Klarnamens – geht laut dem OLG Köln in Ordnung.

Lufthansa darf Aussage zu nachhaltigem Treibstoff nicht wiederholen
Werbung mit Umwelt-Versprechen

Lufthansa darf Aussage zu nachhaltigem Treibstoff nicht wiederholen

Das OLG Köln hat Lufthansa untersagt, bestimmte Umwelt-Versprechen in der Werbung zu machen. Hintergrund ist der Umgang mit nachhaltigem Flugkraftstoff.

Google muss 4,1 Milliarden Euro Strafe zahlen
Browser voreingestellt

Google muss 4,1 Milliarden Euro Strafe zahlen

Wer ein Android Handy hatte, surfte lange meist mit dem Chrome-Browser. Dafür sorgte Googles Mutterkonzern Alphabet. Die EU- Kommission sah in der Voreinstellung eine wettbewerbswidrige Praktik und verhängte eine Monsterstrafe, die der EuGH nun weitgehend bestätigte.

Einmal OLG, BGH, EuGH und wieder zurück
Urheberrecht für USM-Designmöbel

Einmal OLG, BGH, EuGH und wieder zurück

Das Möbelsystem "USM Haller" gilt als Designklassiker. Ob es auch urheberrechtlich geschützt ist, muss das OLG Düsseldorf nun erneut prüfen.

Trittbrettfahren oder zulässige Werbung?
"Ambush Marketing" bei der WM

Trittbrettfahren oder zulässige Werbung?

Jeder kennt das Check24-Trikot zur WM und auch andere Unternehmen nutzen das Sportereignis, um für sich zu werben. Doch dürfen sie das eigentlich, ohne der FIFA dafür Lizenzgebühren zu zahlen? Thomas Fröhlich und Lukas Burgdorff erklären, was erlaubt ist.

Es geht auch ohne Preisangabe
Treuebonus in der Supermarkt-App

Es geht auch ohne Preisangabe

Rewe-Kunden können sich in der App des Unternehmens Bonus-Coupons sichern, wenn sie bestimmte Produkte kaufen. Verbraucherschützer hielten die Praxis für irreführend. Zwei Gerichte kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen.

Unlimitiert zubuchbar ist nicht das gleiche wie "unlimited"
Unlautere Werbung für Mobilfunktarif

Unlimitiert zubuchbar ist nicht das gleiche wie "unlimited"

"Unlimited on Demand" nannte sich ein Mobilfunktarif in der Werbung, der tatsächlich nur ein begrenztes Datenvolumen enthielt. Das konnte zwar unbegrenzt erweitert werden, trotzdem hielt das OLG Düsseldorf das für irreführend.

Werbung muss schon im Thumbnail erkennbar sein
Social Media

Werbung muss schon im Thumbnail erkennbar sein

Wer in den sozialen Medien werbliche Beiträge veröffentlicht, muss diese bereits im Vorschaubild des Beitrags im sog. Grid als Werbung kennzeichnen. Die bloße Kennzeichnung in der Caption genügt dem LG Köln nicht.

Kein Gin ohne Promille
Alkoholfreie Spirituosenalternativen

Kein Gin ohne Promille

Alkoholfreie Spirituosen boomen, rechtlich bleibt die Branche aber auf dünnem Eis. Das LG Potsdam untersagte einem Händler die Vermarktung eines "Virgin Gin" und rügte fehlende Pflichtangaben. Bei der Pfandpflicht machte es dagegen eine Ausnahme.

Neues Verfahren um Mogelvorwurf
Verbraucherzentrale gegen Milka

Neues Verfahren um Mogelvorwurf

Weniger Schokolade, fast gleiche Verpackung: Warum der Streit um die Milka-Tafel in die nächste Runde geht.

Montage erfordert Eintragung in die Handwerksrolle
Photovoltaikanlagen

Montage erfordert Eintragung in die Handwerksrolle

Wer Solaranlagen plant, installiert und wartet, braucht einen Eintrag in der Handwerksrolle. Das hat das OLG Koblenz in einer offenbar ersten obergerichtlichen Entscheidung klargestellt.

Auf den bestimmungsgemäßen Gebrauch kommt es an
Materialangaben auf Adventskalender mit Erotik-Artikeln

Auf den bestimmungsgemäßen Gebrauch kommt es an

Ein Adventskalender mit Erotik-Artikeln, doch ohne Angabe des Materials, das sich im Kern der "Spielzeuge" unter der Silikonschicht verbirgt: Das LG Flensburg hält das für unproblematisch.

Lidl verliert vor Gericht
Irreführende Joghurt-Werbung

Lidl verliert vor Gericht

Fetter Rabatt auf einen Sahnejoghurt: Damit warb Lidl in einem Prospekt. Doch das LG Heilbronn sieht darin eine Täuschung. Um welchen Kniff ging es?

Was drin ist, muss auch draufstehen
AI-Washing und Transparenzpflichten

Was drin ist, muss auch draufstehen

Manche werben mit KI, obwohl das nicht stimmt. Andere wollen es umgekehrt geheim halten, wenn KI im Spiel ist. Wo "AI-Washing" zum Problem wird und welche Transparenzpflichten gelten, erklären Greta Bockholdt und Nico Kuhlmann.

Warum bald fast alles zum Deep-Fake werden kann
KI-Inhalte kennzeichnen

Warum bald fast alles zum Deep-Fake werden kann

Die EU-Kommission hat einen Entwurf zur Kennzeichnung von KI-Einsatz vorgelegt. Für alle, die KI beruflich nutzen, ist das der erste konkrete Anhaltspunkt, was die Kommission verlangt. Und vor allem: von wem sie es verlangt, zeigt Tobias Voßberg.

Sammelklage gegen Amazon droht zu scheitern
Werbespots im Pay-TV

Sammelklage gegen Amazon droht zu scheitern

Zuschauer zahlen für Pay-TV, um sich Reklame zu ersparen. Amazon jedoch schickt Prime-Video-Kunden trotzdem Werbespots auf die Bildschirme. Eine Sammelklage droht zunächst einmal zu scheitern.

Erfolg für Penny im Rabatt-Streit
Keine unzulässige Werbung mit UVP

Erfolg für Penny im Rabatt-Streit

Im Rechtsstreit um einen Werbeprospekt kassierte der Discounter Penny zunächst eine Niederlage. In zweiter Instanz kommen die Richterinnen und Richter des OLG Köln jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Neue Milka-Schokoladentafel irreführend
Weniger Inhalt, gleiches Aussehen

Neue Milka-Schokoladentafel irreführend

Neue Milka‑Schokoladentafeln wiegen weniger, sehen aber fast aus wie früher – ist das fair? Verbraucherschützer klagen, das Gericht gibt ihnen nun Recht. Konkret ändern wird sich zunächst aber wenig.