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Für eine Handvoll Dollar aus dem Silicon Valley
Ein Mann scrollt auf seinem Handy durch Nachrichten.
EuGH zur Vergütung für Presseverlage bei Online-Nutzung

Für eine Handvoll Dollar aus dem Silicon Valley

Wenn Internet-Giganten wie Google oder Meta Presseerzeugnisse für ihre eigenen Dienste nutzen, können sie verpflichtet werden, den Verlagen dafür eine Kompensation zu zahlen, meint der EuGH. Der Rechtsstreit aus Italien könnte auch für andere Staaten interessant werden.

Waren es doch Deepfakes?
Christian Ulmen mit grauem Sakko und grauer Schiebermütze in Großaufnahme.
Ulmen verliert überwiegend gegen Spiegel

Waren es doch Deepfakes?

Der Spiegel gewinnt vor Gericht weitgehend gegen Christian Ulmen und darf weite Teile seiner Berichterstattung aufrechterhalten. Das LG Hamburg meint, das Magazin habe zulässigerweise angedeutet, Ulmen habe Deepfakes über sein Ex-Frau Collien Fernandes verbreitet – obwohl die Redaktion das nach eigener Aussage gar nicht wollte.

Was die Sitzungs(-presse-)polizei verfügt
Eine Frau steht vor einem grauen Hintergrund. Mit beiden Händen hält sie sich ein Bild vor das Gesicht, auf dem ihr Gesicht verpixelt zu sehen ist.
LG Frankfurt zur Anonymisierung vor Gericht

Was die Sitzungs(-presse-)polizei verfügt

In einem grundsätzlichen Urteil hat die Pressekammer des LG Frankfurt a. M. entschieden, dass die sitzungspolizeiliche Anordnung, mit welcher der Vorsitzende einer Strafkammer verfügt, die Beteiligten in Presseveröffentlichungen zu anonymisieren, für ein späteres presserechtliches Zivilverfahren bindend ist.

Briefkasten für soziale Netzwerke
Frau mit Telefon in Ecke sitzend.
Editorial

Briefkasten für soziale Netzwerke

Das Bundesjustizministerium hat, wahrscheinlich auch in Reaktion auf den Fall Collien Fernandes/Christian Ulmen, den Entwurf eines „Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt“ vorgestellt, dessen wohl relevantester Satz in der Gesetzesbegründung auftaucht: „Gerade wegen der erheblichen Marktmacht sozialer Netzwerke ist es dringend erforderlich, insbesondere zur gerichtlichen Abwehr von rechtswidrigen Internetinhalten weiterhin eine schnelle und sichere Zustellungsvariante zur Verfügung zu haben, um den Betroffenen ein schnelles rechtliches Einschreiten zu ermöglichen.“

Unternehmer ohne Profit
BRAK reagiert auf Kündigung von Anderkonten durch Banken
Gebundenes Vermögen

Unternehmer ohne Profit

Das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um und das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um haben im März 2026 ein Rah­men­kon­zept für eine Ge­sell­schaft mit ge­bun­de­nem Ver­mö­gen (GmgV) vor­ge­legt.

Vertrag ist Verbraucherdarlehen
Vollzeit mit der Brechstange?
Gesellschaftsanteile auf Kredit

Vertrag ist Verbraucherdarlehen

Ein geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH & Co. KG hatte einen Kredit aufgenommen, um Darlehen abzulösen, mit denen er seine Anteile an der Gesellschaft erworben hatte. Für den BGH handelte es sich dabei um ein Verbraucherdarlehen.

Beteiligungsfonds durfte Manager aus Gesellschafterstellung drängen
Und ewig grüßt das Schlüsseltier
Squeeze-out zulässig

Beteiligungsfonds durfte Manager aus Gesellschafterstellung drängen

Der Manager eines Leuchtmittel-Unternehmens durfte auch aus der übergeordneten Beteiligungsgesellschaft entfernt werden, als ihm als Geschäftsführer der Beleuchtungsfirma gekündigt wurde. Der BGH akzeptiert eine freie Hinauskündigungsklausel wegen Besonderheiten beim Beteiligungskapital.

Neue Rechtsform soll helfen
Rechtspartnerschaften in Zeiten des Krieges
Nachhaltiges Unternehmertum

Neue Rechtsform soll helfen

Einfach sicherstellen, dass erwirtschaftete Gewinne dauerhaft im Unternehmen bleiben – das ermöglichen soll eine neue Rechtsform: die "Gesellschaft mit gebundenem Vermögen". Ein Rahmenkonzept dafür steht jetzt. Es soll als Diskussionsgrundlage dienen.

Unterschrift und Privatadresse muss nicht im Handelsregister stehen bleiben
Revitalisierte VwGO
Zu viel des Guten

Unterschrift und Privatadresse muss nicht im Handelsregister stehen bleiben

Bei aller Liebe zur Transparenz – der BGH hat nun entschieden, dass sogenannte überobligatorische Daten nicht um jeden Preis im Handelsregister verbleiben müssen. Geschäftsführer zweier Komplementär-GmbHs konnten daher auf Antrag ihre Unterschriften sowie Privatadressen streichen lassen.

Handelsregister muss Versalien-Schreibweise akzeptieren
Parken in Pink
Groß geplant

Handelsregister muss Versalien-Schreibweise akzeptieren

Eine Gesellschaft kann verlangen, dass ihr Firmenname in Versalien ins Handelsregister eingetragen wird. Denn Handelsregisterdaten würden oft automatisiert übernommen und weiterverbreitet, so das OLG Frankfurt a.M. Für die Übernahme sprächen auch neue Vorgaben bei Banküberweisungen.

Real Madrid bereitet Milliarden-Klage gegen UEFA vor
Schutz des Anwaltsberufs

Real Madrid bereitet Milliarden-Klage gegen UEFA vor

Vor dem Landgericht Madrid hatten Initiatoren der umstrittenen Super League einen Verstoß gegen EU-Wettbewerbsregeln durch die UEFA erfolgreich moniert. Das will der Fußballclub Real Madrid nun finanziell für sich nutzen: Er fordert fast 5 Milliarden Euro Schadensersatz.

Lagerbetreiberin haftet für beschädigte Yacht
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz
AGB hin oder her

Lagerbetreiberin haftet für beschädigte Yacht

Das LG Hamburg stellt klar: Wer eine Segelyacht über Winter einlagert, darf auf eine sorgfältige Verwahrung vertrauen. Eine pauschale Abwälzung des gesamten Risikos auf den Eigner in den AGB hält vor Gericht nicht. Denn: Den Lagerhalter treffen Sorgfaltspflichten eines ordentlichen Kaufmanns.

Ansprüche im Lkw-Kartell sollen getrennt werden
Mehrere Lkw stehen auf einem Parkplatz in einer Reihe.
BGH begrenzt Sammelklage-Inkasso

Ansprüche im Lkw-Kartell sollen getrennt werden

Inkassofirmen können Schadensersatzansprüche von Kartell-Geschädigten auch in Sammelklagen geltend machen. Doch der BGH macht Einschränkungen. Und Financialright muss die Ansprüche tausender Geschädigter des Lkw-Kartells nun getrennt einklagen.

Wie darf man die Integrität des Fußballs schützen?
Fußballfans im Stadion, die die Hände hochrecken
EuGH zu Abwerbeverzicht im Profifußball

Wie darf man die Integrität des Fußballs schützen?

Ein während Corona vereinbarter Abwerbestopp unter portugiesischen Profifußballvereinen verstößt nicht zwingend gegen EU-Wettbewerbsrecht, sagt der EuGH. Das sei zwar eine koordinierte Beschränkung des Transfermarkts, aber womöglich sei ein fairer Wettbewerb im Fußball ein legitimes Gemeinwohlziel.

Steinmeier unterschreibt Gesetz zum Spritpreispaket
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz
Direkt nach Bundesrats-Entscheidung

Steinmeier unterschreibt Gesetz zum Spritpreispaket

Spritpreiserhöhungen im Stundentakt? Nach der zügigen Prüfung und Ausfertigung des Spritpreispakets durch den Bundespräsidenten im Anschluss an die Bundesratsentscheidung wird es diese – rechtzeitig zum Osterreiseverkehr –  nicht mehr geben.

Kommt bald ein weiteres?
Produkthaftung 2026
Bundestag beschließt Spritpaket

Kommt bald ein weiteres?

Angesichts der hohen Spritpreise hat die Koalition im Eiltempo ein Maßnahmenpaket auf die Beine gestellt und am Donnerstag im Bundestag beschlossen. Es dürfte aber nicht das letzte sein.

Samsung reagiert auf Dua Lipa-Klage
Auf einer metallisch glänzenden Fläche sieht man den Anfang des Samsung-Logos abgebildet.
Sängerin rügt Markenrechtsverletzung

Samsung reagiert auf Dua Lipa-Klage

Popsängerin Dua Lipa geht mit einer Millionen-Klage gegen den Elektronikriesen Samsung vor. Es geht um die Benutzung eines Fotos der Sängerin. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

(K)eine Waffe namens Obelix
Cover der Comics Asterix und Obelix
EuG zum Unionsmarkenrecht

(K)eine Waffe namens Obelix

Das EuG hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Marke "Obelix" für Waffen angemeldet. Das Gericht beanstandete in seiner Entscheidung eine fehlerhafte Prüfung des europäischen Markenamtes, in dem offenbar keine Comic-Fans arbeiten.

Kann Obi sein Hellrotorange schützen?
Das Logo des Baumarktes OBI prangt über dem Eingang zu einem Baumarkt der Kette.
Farbmarke vor dem BGH

Kann Obi sein Hellrotorange schützen?

Hellrotorange ist die Farbe des Anstoßes. Die Baumarktkette Obi hat 2010 eine "abstrakte Farbmarke" angemeldet und später beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen. Doch Orange-Töne sind in der Branche verbreitet. Das rief Wettbewerber auf den Plan und nun prüft der BGH.

Bayer klagt in den USA
Carl von Ossietzky
Patentstreit um mRNA-Technologie

Bayer klagt in den USA

Laut einem Bericht der Tagesschau hat Bayer mehrere Klagen gegen Hersteller von Corona-Impfstoffen eingereicht. Der Konzern wirft ihnen vor, Patente zur Stabilisierung von mRNA verletzt zu haben. Ein Verkaufsverbot ist nicht Teil der Forderungen.

Biontech und Curevac beenden Patentstreit
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz

Biontech und Curevac beenden Patentstreit

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Biontech den deutschen Konkurrenten übernehmen will. Nun wurde ein Hindernis auf dem Weg dorthin beseitigt.

BPatG muss nochmal übers NJW-Orange entscheiden
In eigener Sache: BPatG muss nochmal übers NJW-Orange entscheiden
In eigener Sache

BPatG muss nochmal übers NJW-Orange entscheiden

Nächste Runde im Streit um die Umschlagfarbe der NJW. Das BPatG habe Vortrag der Antragstellerin nicht hinreichend berücksichtigt, meint der BGH. Nun müssen die Münchner Richter noch einmal klären, wie sie mit einem Gutachten umgehen, das die Bekanntheit des NJW-Orange im Markt bestätigt hat.

Verona Pooth verliert Streit um ihr "Lebenswerk"
Eine Frau mit langen, braunen Haaren sitzt in einem Raum, hinter ihr steht jemand mit einem schwarzen Talar. Die Frau hält ein Schriftstück in den Händen.
Gestohlener Hochzeitsschmuck

Verona Pooth verliert Streit um ihr "Lebenswerk"

Bei einem Streit vor dem LG Düsseldorf ging es um Verona Pooths "Lebenswerk" und einen sechsstelligen Betrag: Fast viereinhalb Jahre nach dem spektakulären Diebstahl ihres Schmucks hat die Moderatorin ("Da werden Sie geholfen") im Kampf um höheren Schadenersatz eine Niederlage erlitten.

Kreuzfahrt in die Quarantäne
Kreuzfahrtschiff auf dem offenen Meer
Reiseabbruchversicherung zahlt nicht

Kreuzfahrt in die Quarantäne

Covid an Bord, fünf Tage Kabinen-Quarantäne und trotzdem kein Geld von der Reiseabbruchversicherung. Denn wer die Kreuzfahrt fortsetzt und planmäßig heimfliegt, hat seine Reise nur unterbrochen, nicht abgebrochen.

Verschwiegene Ermittlungen kosten Versicherungsschutz
Blick von schräg oben in ein ausgebranntes Zimmer mit allerlei Schutt.
Obliegenheitsverletzung nach Brand

Verschwiegene Ermittlungen kosten Versicherungsschutz

Erst brennt sein Haus, dann verschweigt er Ermittlungen gegen ihn – und am Ende zahlt die Versicherung nicht. Ein Mann blieb auf seinem Schaden sitzen, obwohl die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellte. Warum das LG Itzehoe hart blieb.

E-Bike-Akku muss nach Sturz nicht gewartet werden
Ein Mann sitzt nach einem Sturz von seinem E-Bike im herbstlichen Wald und hält sich die Schulter.
Versicherung für Akku-Brand

E-Bike-Akku muss nach Sturz nicht gewartet werden

Wer mit einem E-Bike einen leichten Sturz hinlegt, muss nicht damit rechnen, dass dadurch der Akku so beschädigt wurde, dass er in Flammen aufgehen könnte. Das OLG Oldenburg hielt einen Brand, der auf einen Carport übergriff, nicht für vorhersehbar.

Neue Milka-Schokoladentafel irreführend
Eine Frau beißt in eine Tafel Schokolade.
Weniger Inhalt, gleiches Aussehen

Neue Milka-Schokoladentafel irreführend

Neue Milka‑Schokoladentafeln wiegen weniger, sehen aber fast aus wie früher – ist das fair? Verbraucherschützer klagen, das Gericht gibt ihnen nun Recht. Konkret ändern wird sich zunächst aber wenig.

"Dr. Rick" und "Dr. Nick" haften für ihren Chatbot
Zwei junge Männer stehen, beide in cremeweißen Anzügen, vor einem glänzenden Schild mit der Aufschrift "Aesthetify".
Falsche Facharzttitel

"Dr. Rick" und "Dr. Nick" haften für ihren Chatbot

Ein KI-Chatbot versprach auf der Website der Schönheitsklinik Aesthetify nichtexistierende Facharzttitel. Das OLG Hamm hat nun entschieden, dass das Unternehmen dafür haftet – selbst wenn es den Bot mit korrekten Daten gefüttert haben sollte.

Interessenverband scheitert an neuem Gesetz gegen Abmahnmissbrauch
Berufe mit Haltung
Verbandsklagebefugnis verloren

Interessenverband scheitert an neuem Gesetz gegen Abmahnmissbrauch

Eine Gesetzesänderung zur Eindämmung des Abmahnmissbrauchs wurde einem Interessenverband deutscher Online-Unternehmen zum Verhängnis: Er ist nicht mehr verbandsklagebefugt – zumindest laut OVG Münster.

Das Ende der "Top-Anwälte"?
Illustration eines Mannes im Anzug, der den Daumen hochreckt
Streit um Focus-Ärztesiegel

Das Ende der "Top-Anwälte"?

Der BGH verhandelt am Donnerstag über eine Klage der Wettbewerbszentrale gegen die bekannten Focus-Ärzte-Siegel. Es geht um Objektivität, redaktionelle Unabhängigkeit und auch um Geld. Warum die Entscheidung aus Karlsruhe auch für Deutschlands Anwälte bedeutsam werden könnte, erklärt Martin W. Huff.

Für eine Handvoll Dollar aus dem Silicon Valley
Ein Mann scrollt auf seinem Handy durch Nachrichten.
EuGH zur Vergütung für Presseverlage bei Online-Nutzung

Für eine Handvoll Dollar aus dem Silicon Valley

Wenn Internet-Giganten wie Google oder Meta Presseerzeugnisse für ihre eigenen Dienste nutzen, können sie verpflichtet werden, den Verlagen dafür eine Kompensation zu zahlen, meint der EuGH. Der Rechtsstreit aus Italien könnte auch für andere Staaten interessant werden.

EuGH weist GEMA in die Schranken
Ein Mann mit grauen Haaren und Brille sitzt auf einem Sofa und guckt Fernsehen. Man sieht ihn von hinten.
Fernsehen im Seniorenwohnheim

EuGH weist GEMA in die Schranken

Ein Seniorenheim leitete die über Satellit empfangenen Fernseh- und Radioprogramme über ein Kabelnetz in die Zimmer seiner Bewohner weiter. Das rief die GEMA auf den Plan – doch der EuGH verwies die Verwertungsgesellschaft in ihre Schranken.

Konstanzer Jura-Fakultät siegt in Karlsruhe
Aufgeschlagenes Buch auf einem Tisch vor Bibliotheksregalen
Open-Access-Pflicht für Fachbeiträge

Konstanzer Jura-Fakultät siegt in Karlsruhe

Die Universität Konstanz hatte für ihr wissenschaftliches Personal das gesetzlich geregelte Zweitveröffentlichungsrecht für Fachbeiträge zu einer Pflicht gemacht. Möglich machte es eine baden-württembergische Landesnorm. Die Rechnung hatte sie aber ohne ihre Jura-Professoren gemacht.

Designklassiker USM-Haller hofft auf den BGH
In einem Showroom stehen teilweise turmhoch Designmöbel der Marke USM-Haller.
Urheberschutz für Büromöbel

Designklassiker USM-Haller hofft auf den BGH

Vor Gericht kämpft USM um Urheberschutz für sein bekanntes Möbelsystem. Nach einem Schlenker über den EuGH liegt das Verfahren wieder in Karlsruhe. Dort wird es wohl noch nicht enden.

Keine Rückübertragung der Berliner Staatsoper Grundstücks an jüdische Unternehmen
Schutz des Anwaltsberufs

Keine Rückübertragung der Berliner Staatsoper Grundstücks an jüdische Unternehmen

Die früheren jüdischen Anteilseigner an der Bank des Berliner Kassenvereins haben keinen Anspruch auf anteilige Rückübertragung des nunmehr mit dem Probenzentrum der Staatsoper Berlin bebauten Grundstücks nach dem Vermögensgesetz. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Das Grundstück sei in seiner Nutzungsart erheblich verändert worden und es bestehe ein öffentliches Interesse an seiner Nutzung für den Opernbetrieb.

Kein Eigentumsverlust an geduldetem Überbau nach Umwandlung in WEG
Produkthaftung 2026

Kein Eigentumsverlust an geduldetem Überbau nach Umwandlung in WEG

Ein zur Duldung eines Überbaus verpflichteter Nachbar hat keinen Anspruch darauf, dass der überbaute Gebäudeteil erhalten bleibt. Wird zunächst das Hauptgebäude abgerissen, führt dies nicht zu einem Verlust des Eigentums am Überbau auf dem Nachbargrundstück. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 10.07.2020 entschieden.

Zeitnahe Bewertung von DDR-Anlagegütern in Deutscher Mark
„Das unsichtbare Recht“

Zeitnahe Bewertung von DDR-Anlagegütern in Deutscher Mark

Der Wert von DDR-Altanlagen muss nach den üblichen Anschaffungs- und Herstellungskosten bestimmt werden. Die Kosten müssen sich dabei an den Preisen orientieren, die in zeitlicher Nähe zur ersten Bewertung in Deutscher Mark üblich waren. Das hat der Bundesgerichtshof in einem Beschluss vom 03.06.2020 entschieden.

Schweizer Gericht entscheidet zu Gunsten Deutschlands
Orte des Rechts
DDR-Vermögen

Schweizer Gericht entscheidet zu Gunsten Deutschlands

In einem Rechtsstreit um verschollene DDR-Vermögen hat das Schweizer Bundesgericht in Lausanne zugunsten Deutschlands entschieden. Die deutsche Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), früher Treuhandanstalt Berlin, hatte die Schweizer Bank Julius Bär auf Rückzahlung von mehr als 100 Millionen Franken (heute 88 Millionen Euro) plus Zinsen verklagt. Laut Gericht haben Verantwortliche der Bank "elementare Sorgfaltspflichten verletzt“ und müssen alle Beträge ersetzen, die seit dem 11.06.1990 abgeflossen sind.

Die offene Milliardenfrage zur VW-Dieselaffäre
Mehrere VWs stehen vor einer VW-Filiale.
Investorenprozess

Die offene Milliardenfrage zur VW-Dieselaffäre

Der Abgasskandal ist für VW längst nicht ausgestanden. Investoren verlangen immer noch Milliarden. Hilft im jahrelangen Prozess jetzt die Aussage eines Zeugen, der schon rechtskräftig verurteilt ist?

Das Geld ist weg, doch der Treuhänder haftet nicht
Geldscheine an einer Wäscheleine aufgehängt.
BGH stellt Steuerberater von Haftung frei

Das Geld ist weg, doch der Treuhänder haftet nicht

Eine Million Euro für Nitrilhandschuhe verschwand im Corona-Geschäftschaos – und auch eine treuhänderisch fungierende Steuerberatungsgesellschaft hing mit drin. Das geschädigte Unternehmen kann sich an ihr aber nicht schadlos halten, sagt der BGH.

Betrugsmasche kostet Seniorin 886.000 Euro
Eine Seniorin gibt am Telefon ihre Bankdaten durch.
Bank musste nicht warnen

Betrugsmasche kostet Seniorin 886.000 Euro

Eine damals 77-jährige Frau hob für falsche Polizeibeamte über 880.000 Euro in bar ab - nun forderte der Sohn das Geld zurück. Doch die Geschichte der Dame war zu glaubhaft, um Zweifel bei der Bank auszulösen.

Zahlungsempfänger muss nicht auf dem Display stehen
„Das unsichtbare Recht“
Phishing über TAN-Generator

Zahlungsempfänger muss nicht auf dem Display stehen

Unter dem Vorwand einer "Neukonfiguration" wurde eine Sparkassen-Kundin dazu gebracht, diverse Ziffernfolgen von ihrem chipTAN-Gerät herauszugeben. Neu konfiguriert wurde so aber nur der Kontostand durch unerlaubte Überweisungen vom Geschäftskonto ihres Manns. Das Geld ist verloren.