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Schwerbehinderung

Mehr Artikel zu diesem Tag

Kein AGG-Verstoß bei verlorener Einladung
Schwerbehinderter Bewerber

Kein AGG-Verstoß bei verlorener Einladung

Ein schwerbehinderter Bewerber war zwar für ein Gespräch vorgesehen, die Einladung erreichte ihn jedoch nicht. Der Arbeitgeber musste nur die ordentliche Versendung der E-Mail beweisen, nicht jedoch deren Zugang. Weil er das konnte, verneinte das LAG Hessen einen Anspruch auf AGG-Entschädigung.

Nur fürs Nötigste – Komfort bleibt Privatsache
Kein Zuschuss für Treppenlift

Nur fürs Nötigste – Komfort bleibt Privatsache

Getrennte Schlafzimmer, Gefriertruhe im Keller, Büro im Untergeschoss: Das macht den Alltag beschwerlich, wenn man nicht gut zu Fuß ist. Für einen Zuschuss der Pflegekasse zu einem Treppenlift reicht es aber nicht, stellte das LSG Hessen klar.

Zu teuer für Eingliederungshilfe
Dreiwöchige Japanreise

Zu teuer für Eingliederungshilfe

Die Eingliederungshilfe soll es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben. 50.000 Euro für eine dreiwöchige Japanreise umfasst das aber nicht, entschied das LSG Baden-Württemberg. Die Reise sei, verglichen was sich Durchschnittsbürger leisteten, deutlich zu teuer.

Bewerber benannte Schwerbehinderung nur in Anlage
Keine AGG-Entschädigung

Bewerber benannte Schwerbehinderung nur in Anlage

Anstatt in seinem 16-seitigen Lebenslauf lud ein Bewerber den Nachweis für seine Schwerbehinderung ausschließlich in einer Anlage "Cover Letter" hoch. Das musste der Arbeitgeber nicht erkennen und haftet deshalb laut ArbG Mannheim auch nicht auf Entschädigung nach dem AGG.

Versorgungswerk muss nicht den Standard der gesetzlichen Rente bieten
Schwerbehinderter Anwalt

Versorgungswerk muss nicht den Standard der gesetzlichen Rente bieten

In der gesetzlichen Rentenversicherung können schwerbehinderte Versicherte vorzeitig in Rente gehen, ohne dass ihre Rente deswegen geringer ausfällt. Berufsständische Versorgungswerke können das anders regeln. Den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt das laut OVG Lüneburg nicht.

Lehrer muss nach drei Jahren Krankheit zum Amtsarzt
Fehlzeiten sind Grund genug

Lehrer muss nach drei Jahren Krankheit zum Amtsarzt

Mehrere Jahre war er dienstunfähig erkrankt, dann wurde ein Lehrer zum Amtsarzt bestellt. Seine Beschwerde wegen vermeintlicher Rechts- und Verfahrensmängel hat das OVG Münster zurückgewiesen: Die Anordnung sei rechtlich einwandfrei.

JVA-Kost muss durch Sport erhöhten Kalorienbedarf decken
Essen im Strafvollzug

JVA-Kost muss durch Sport erhöhten Kalorienbedarf decken

Sport ist laut dem schleswig-holsteinischen Landesrecht ein "besonders bedeutender" Teil des Strafvollzugs. Dass dabei aber der Kalorienbedarf steigt, war nach Ansicht einer dortigen JVA Sache der Häftlinge. Zu Unrecht, wie das OLG Schleswig nun entschied.

Klage trotz Staatenimmunität zulässig
Kündigung einer US-Konsulatsmitarbeiterin

Klage trotz Staatenimmunität zulässig

Eine Mitarbeiterin des US-Generalkonsulats wehrt sich gegen ihre Kündigung mit einer Klage. Das ArbG und das LAG sahen den Grundsatz der Staatenimmunität eingreifen und wollten sich nicht einmischen. Das BAG erinnerte sie an den Zweck der Bestimmungen.

Bewerber musste nicht mehr eingeladen werden
Regelaltersgrenze überschritten

Bewerber musste nicht mehr eingeladen werden

Ein 67-jähriger Schwerbehinderter bewirbt sich und erhält dann keine Einladung, weil der Job an eine wesentliche Jüngere geht? Das soll laut LAG Hamm im Sinne der Generationengerechtigkeit auch bei einem öffentlichen Arbeitgeber zulässig sein. Eine AGG-Entschädigung könne er nicht verlangen.