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Rechtliches Gehör

Mehr Artikel zu diesem Tag

Vortrag fehlender Äußerungsmöglichkeit reicht allein nicht
Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung prozessualer Waffengleichheit

Vortrag fehlender Äußerungsmöglichkeit reicht allein nicht

Die prozessuale Waffengleichheit besagt, dass die Parteien im Zivilprozess grundsätzlich die gleichen Chancen haben müssen. Wird dieses Recht verletzt, kann das verfassungsrechtlich relevant sein. Das BVerfG klärt, wann das der Fall ist.

Gericht verhandelt trotz AU einer Anwältin
Verlegungsantrag abgelehnt

Gericht verhandelt trotz AU einer Anwältin

Legt eine Anwältin rechtzeitig eine Krankmeldung vor, darf ein Gericht nicht einfach darüber hinweggehen. Wegen der Verletzung rechtlichen Gehörs gab das OVG Greifswald einem Asylbewerber eine neue Chance.

Internetrecherche des Gerichts gehört in die Akte
Gewährung rechtlichen Gehörs

Internetrecherche des Gerichts gehört in die Akte

Wohl aus hintergründigen Internetrecherchen hat ein Finanzgericht abgeleitet, dass ein Kläger tatsächlich „persönliche Gründe“ verfolge und daher kein Rechtsschutzbedürfnis habe. Der BFH hebt auf: Solche Recherchen hätten im Verfahren zur Sprache kommen müssen.

Arbeitsunfähig heißt auch verhandlungsunfähig
Bei Anwälten naheliegend

Arbeitsunfähig heißt auch verhandlungsunfähig

Ist ein arbeitsunfähiger Anwalt auch verhandlungsunfähig? Das sei zwar nicht automatisch der Fall, aber naheliegend, so das OVG Münster. Denn schließlich gehöre die "Verhandlungsführung" zur anwaltlichen Arbeit. Das OVG monierte eine Gehörsverletzung durch Ablehnung eines rechtzeitigen Antrags auf Terminverlegung.

Gerichte dürfen sich nicht um Begründung drücken
Verweigerte Vorlage

Gerichte dürfen sich nicht um Begründung drücken

Der EuGH pocht auf seine Relevanz: Ein letztinstanzliches Gericht müsse stets konkret erklären, warum es kein Vorabentscheidungsersuchen nach Luxemburg stelle, so der Gerichtshof. Angesichts der zentralen Bedeutung der Vorabentscheidung dürfe man es sich nicht zu einfach machen.

Zu krank für den Prozess, aber fit für "Massagen mit Extras"
Eingestellt bleibt eingestellt

Zu krank für den Prozess, aber fit für "Massagen mit Extras"

Eine Frau galt wegen einer unheilbaren Krebserkrankung als dauerhaft verhandlungsunfähig – das Strafverfahren wurde eingestellt. Mehr als ein Jahr später stieß die StA auf Hinweise, dass sie "Massagen mit Extras" anbiete. Die rechtskräftige Einstellung verhindert laut OLG Celle eine Fortsetzung.

Es war doch kein Einzelfall
Berliner Justizskandal

Es war doch kein Einzelfall

Vergangene Woche wurde bekannt, dass ein wegen Vergewaltigung verurteilter Mann freigelassen werden musste, weil ein Vorsitzender am LG Berlin I das Hauptverhandlungsprotokoll zu spät fertiggestellt hatte. Nun taucht der nächste Fall auf – von derselben Kammer*, und auch der landete beim KG.

Ein Justizskandal in Berlin?
Mutmaßlicher Vergewaltiger auf freiem Fuß

Ein Justizskandal in Berlin?

Ein erstinstanzlich wegen Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Ex-Freundin zu einer langen Haftstrafe verurteilter Mann ist wieder auf freiem Fuß. Grund: Das Gericht hatte das Verhandlungsprotokoll nicht rechtzeitig fertiggestellt. Wie konnte es dazu kommen?

Beschwerdegericht durfte Unterbringung nicht wieder verlängern
Nach BGH-Entscheidung

Beschwerdegericht durfte Unterbringung nicht wieder verlängern

Nach einer erfolgreichen Rechtsbeschwerde zum BGH hatte das LG Regensburg erneut über die Unterbringung einer psychisch kranken Frau zu entscheiden – und schlug fast ein Jahr drauf. Ein Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot, wie der BGH entschied.

EuG muss Zölle auf Zippo-Feuerzeuge nochmal prüfen

EuG muss Zölle auf Zippo-Feuerzeuge nochmal prüfen

In der ersten Instanz hatte der amerikanische Feuerzeughersteller Zippo gegen die EU-Kommission einen Streit um Zölle gewonnen. Nun muss der Fall nochmal neu bewertet werden.