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Wegen Unterstützung der Proteste

Iranische Justiz bestätigt Haft für preisgekrönten Regisseur

Eine Hand hält aus einer Menschenmenge heraus ein Schild in die Luft, auf dem in Handschrift steht: "Rise with the women of Iran".
Panahi hatte unter anderem die Frauenbewegung im Iran unterstützt. © Lindsey Rivera/Stocksy / Adobe Stock

Er kam mitten im Krieg in den Iran zurück - trotz einer anstehenden Haftstrafe. Die Hoffnungen auf eine Revision blieben jedoch aus: Ein Revolutionsgericht bestätigte das ursprüngliche Urteil.

Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad mit, dass das Revolutionsgericht in Teheran den Einspruch gegen das Urteil abgelehnt hat. Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili.

Panahi war wegen "Propaganda gegen das System" und der Unterstützung der Proteste – insbesondere der Frauenbewegung 2022 – verurteilt worden. Als zentralen Beweis führte das Gericht seinen heimlich gedrehten Film "Ein einfacher Unfall" an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert.

Der Regisseur war während des Krieges überraschend in den Iran zurückgekehrt, um seine Haftstrafe juristisch anzufechten. Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker des islamischen Systems und wurde mehrfach festgenommen. Seine berufliche Tätigkeit und seine Reisefreiheit unterliegen seit langem strikten Einschränkungen.